Öffnungszeiten
mo. – fr. 8 – 18 Uhr
sa. 8 – 16 Uhr

Magazin Rund um den Carlsplatz

Scharf! Rund ums Pfefferkorn

Pfeffer – es gibt wohl kaum einen deutschen Haus­halt, in dem er nicht zu finden ist. Das Gewürz ist viel­fältiger, als man denkt. Wir ver­raten Ihnen alles rund ums Pfefferkorn!

Wussten Sie, dass es eigentlich nur drei Pfeffer­arten gibt, aber fünf verschie­dene Reife­arten? Piper nigrum, Piper cubeba und Piper longum sind die wohl­klingenden Namen der Pfeffer­arten. Spannend wird es bei den Reife­graden, die den Pfeffer aus­machen, wie wir ihn kennen.

1. Grüner Pfeffer (unreif)

Grüner Pfeffer ist das unreif geerntete Pfeffer­korn. Man kennt es als ein­gelegten grünen Pfeffer oder gefrier­getrocknet. Das Einlegen (in Essig und Salzlake) oder gefrier­trocknen ver­hindert, dass der Pfeffer fermen­tiert. Die Fermen­tierung würde aus der grünen Frucht­hülle eine schwarze machen. Der grüne Pfeffer hat in dem frühen Reife­grad noch keine tiefe Schärfe.

2. Schwarzer Pfeffer (unreifer grüner Pfeffer fermentiert)

Wird der grüne Pfeffer fermen­tiert, werden die Früch­te/Pfeffer­körner schwarz- und das bekannte Pfeffer­aroma kommt nun durch.

Besonders leckere Varianten: „Belem“ kommt aus Brasilien und ist ein sehr aroma­tischer Pfeffer mit ange­nehmer Schärfe – ein All­rounder für die Mühle. Oder „Kerala“ aus Indien – er hat eine frische ätherische Note bei mittlerer Schärfe und ist sehr aroma­tisch. Eben­falls gut für die Mühle geeignet.

3. Roter Pfeffer (reife Frucht getrocknet)

Roter Pfeffer wird auch Kampot Pfeffer genannt. Der echte rote Pfeffer ist niemals strah­lend rot (wie Schinus­beere, auch „rosa Pfeffer“) sondern rostrot bis rost­braun. Beim echten roten Pfeffer handelt es sich um die voll­reife Frucht. Hier ist der Trocknungs­prozess schwierig und heikel, da Fäulnis ver­hindert werden muss, aber die rote Farbe erhalten bleiben soll. Das macht den roten Pfeffer zur Rarität, da das Risiko recht hoch ist. Der rote Pfeffer ist fruchtig süss mit einer im Kern langanhal­tenden, aus­geprägten Schärfe.

Achtung: Nicht für die Mühle geeignet. Er ist zu weich und hat zuviele äthe­rische Öle und Zucker, was die Mühle ver­kleben würde. Dafür aber ideal für den Mörser!

4. Tiefbrauner Tellicherry Pfeffer (reife Frucht, getrocknet und fermentiert)

Trocknet und fermen­tiert man voll­reife rote Pfeffer­beeren, entsteht Telli­cherry Pfeffer. Durch die Fermen­tierung hat er einen müßigen Ge­schmack und eine kräftige Schärfe – auch hier gilt nicht in die Mühle, sondern im Mörser zerstoßen!

5. Weißer Pfeffer (geschälter roter Pfeffer also Samen der Pfefferbeere)

Schält man den fast reifen, roten Pfeffer, erhält man den Samen der Pfeffer­beere, den weißen Pfeffer. Durch das Ent­fernen der Frucht­schale gehen Aroma­stoffe verloren, sodass manche einen speziellen Duft be­kommen, frisch gemahlen oder gemörsert zeigt er aber seinen voll­reifen harmo­nischen Geschmack.

...und dann gibt es noch den mit Meersalz fermentierten Pfeffer!

Eine absolute Rarität und Köstlich­keit! Der schwarze Pfeffer wird mit Meer­salz fermen­tiert, dadurch wird er feucht, weich, leicht knackig und schließt seine ätherischen Öle so schön auf – wenn man drauf beisst, ent­wickelt sich sein wunder­bares Aroma im Mund und man kann nicht mehr ohne! Ideal als finish Pfeffer, toll zu Fleisch, Käse, Pasta, Sahne­sauce, Salaten und viel mehr. Probieren Sie es aus.