Mais Mehr als nur ein Grillklassiker
Mais ist streng genommen kein Gemüse, sondern ein Getreide. Und genau das macht ihn so spannend. Frischer Zuckermais ist süß, saftig und mild – ein echtes Sommerprodukt, das weit mehr kann als nur als Kolben auf dem Grill zu landen. Wer ihn kocht, nimmt ihm allerdings einen Teil seines Aromas. Viel besser wird Mais, wenn er gebraten, geröstet oder gegrillt wird – oder sogar roh, fein vom Kolben geschnitten.
Kulinarisch liebt Mais Gegensätze. Säure von Zitrone oder Limette bringt seine Süße zum Leuchten, Chili oder Pfeffer sorgen für Spannung, Röstaromen geben Tiefe. Besonders schön funktioniert Mais auch mit Milchprodukten: Butter, Joghurt oder ein milder Käse machen ihn cremig und rund.
Mais kann überraschend elegant sein. Gebraten und püriert wird er zu einem feinen Püree mit Butter und einem Hauch Zitronenabrieb, das hervorragend zu Fisch passt. Als cremige Suppe, verfeinert mit Chiliöl oder Kräuteröl, zeigt er eine andere, weichere Seite. Kurz angeröstet aus der Pfanne macht er sich großartig als Topping auf Salaten, Suppen oder zu gebratenem Fisch. Selbst roh kombiniert mit Tomaten, Basilikum oder sogar Pfirsich entsteht ein frischer, sommerlicher Salat.
Besonders beliebt sind Maisküchlein: Maiskörner werden mit Ei, etwas Mehl, Salz und Frühlingszwiebeln zu kleinen Puffern gebraten. Dazu Joghurt, Zitrone und frische Kräuter – mehr braucht es nicht. Wer es unkompliziert mag, setzt auf Pfannenmais statt Grillkolben: Die Körner werden in sehr heißer Pfanne mit Butter oder Öl kräftig angeröstet, gesalzen und am Ende mit Zitronensaft und etwas Chili abgeschmeckt. Das passt zu Fleisch, zu Fisch oder einfach zu gutem Brot.
Mais ist süß und herzhaft zugleich, bodenständig und fein. Ein Produkt, das oft unterschätzt wird – und gerade deshalb auf dem Carlsplatz immer wieder neu entdeckt werden darf.